Rhenania Kunsthaus

unabhängiges, virtuelles Kunstzentrum

Die Tätigkeit des Gestaltens ist so alt wie der Mensch: Gebrauchsgegenstände wurden schon in der Urzeit von menschlicher Hand gefertigt. Der geeignetste Werkstoff dafür war der Feuerstein, den man nur mit speziellen Verarbeitungsmethoden verformen konnte.

 

Unter dem Begriff Design wird der Entwurf von formgerechten Gebrauchsgegenständen und Industrieprodukten verstanden. Damit ist der Designer ein Formgestalter, der immer beim Entwurf neuer Produkte aktiv werden muss, die ihre Bedingungen der Funktionalität erfüllen müssen und gleichzeitig ein meist modernes Aussehen und ansprechendes Gesamtbild erhalten sollen. Es ist deshalb für jeden Designer unabdinglich, über aktuelle Trends informiert zu sein und gleichwohl psychologische Kenntnisse besitzen, um die Reaktionen auf das Produkt (vor allem in Bezug auf Farbe und Form) vorherzusehen und entsprechend zu gestalten. Auch das Geräusch eines Produktes bei der Benutzung wird in diesen Prozess einbezogen. Die Aufgaben sind heutzutage so komplex und vielschichtig, dass sie selten von einer Person allein gelöst werden.

 

In den letzten 50 Jahren hat es einen starken Wandel bei dem Berufsbild des Designers gegeben. Das geht auf die veränderte Beziehung des Konsumenten zu den Gebrauchsgütern zurück, die bis zum Ende der industriellen Revolution noch völlig anders war. Die Gegenstände waren meist wenig komplex und standen dem Menschen nahe. Heutige Gegenstände sind zwar von ihrer Funktionalität her verständlich, aber der Mechanismus hinter ihnen bleibt den meisten Anwendern ein Rätsel. Dazu kommt, dass heutige Herstellungsverfahren, vor allem die der Massenproduktion, dermaßen kompliziert sind, dass ein allgemeines Verständnis  auch nicht mehr erwartet werden kann.

 

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